Unterwegs zum Gotthard

Die Albert Köchlin Stiftung ermöglichte uns, zwei fantastische Tage am Gotthard zu verbringen.

Im Unterricht behandelten wir vorab das Thema Gotthard und betrachteten schwerpunktmässig den Beruf des Säumers.

Nach einer Führung durch das Eisenbahndepot in Erstfeld arbeiteten die Kinder auf einem Bauernhof an verschiedenen Posten. Es wurde das Picknick für den nächsten Tag bereitgemacht, Lederbeutel gefertigt, Zinnbarren gezählt, Leintuch und Leder verpackt und gewogen, Linsen abgefüllt, Materiallisten für das Bepacken der Maultiere mit Federkiel geschrieben und das Abendessen gekocht.

Die Nacht im Massenschlag war wie erwartet recht kurz, einerseits wegen der Kinder, die natürlich noch lange putzlemunter waren, andererseits wegen der Tagwacht um 5 Uhr früh.

Das Beladen der Maultiere nahm einige Zeit in Anspruch, kommt es doch auf wenige Gramm Unterschied zwischen rechts und links an. Jedes Kind führte die Maultiere eine Zeit lang, was gar nicht so einfach war, waren die zwei Vierbeiner doch eher am grünen Gras entlang des Weges interessiert als am zügigen Weiterkommen.

Todmüde sind wir schlussendlich in der Sust von Silenen angekommen.

Diese zwei Tage haben unsere Klasse noch mehr zusammengeschweisst. Sie waren sicher sehr lehrreich, und auch ich als Lehrerin habe Wichtiges dazugelernt. Was? Laufe nie zu nahe hinter einem aufgeregten Maultier! (siehe Text von Lenny und Nayla)

Marion Tobler, Klassenlehrperson 4. Klasse

 

Bahnhof

Wir waren in einem Zugsdepot. Dort haben wir das Krokodil gesehen, das ist ein alter Zug, dem man den Namen Krokodil gegeben hat. Wir machten coole Experimente, zum Beispiel: Die ganze Klasse sass in drei aneinandergebundenen Pallets, das Ziel war, sie zu ziehen. Zuerst zogen sechs Kinder, aber die Pallets bewegten sich keinen Zentimeter, dann zog die halbe Klasse, doch es bewegte sich kaum vorwärts. Dann haben zwei Mädchen aus meiner Klasse einen Zugwaggon mit der ganzen Klasse und Kisten drin geschoben. Das klappte ganz einfach, weil ein Waggon weniger Auflagefläche hat.

Angela

 

Bauernhof

Alle waren froh, dass wir beim Bauernhof angekommen waren. Dann bekamen wir eine Führung. Es gab viele Tiere. Es gab Geissen, Dexterstiere, Schwalben und einen Hund. Nachher bekamen wir etwas zu Essen, und dann durften wir auf dem ganzen Bauernhof frei spielen. Gegen Abend durften wir bei einem anderen Bauernhof Milch holen, frisch ab der Kuh.

Unsere Reiseführerin Madlen hat einigen Mädchen Zöpfe gemacht. Und Marfisa hat den Maultieren Zöpfe gemacht. Sie sind mega schön geworden.

Der Ausflug hat uns mega gefallen.

Jael und Mirja

 

Picknick

Wir haben Posten gemacht. Ein paar von uns waren beim Znüni für den nächsten Tag. Jael durfte für jeden von uns zehn Nüsse raussuchen, das war doof. Wir durften auch 50g Käse abwägen. Dann haben wir auch noch Fladenbrot gemacht, es besteht aus Mehl und Wasser. Das haben wir dann gebraten. Es gab noch mehr leckere Sachen.

Luisa und Debby

 

Kochen

Über dem Feuer haben wir ein Hirsotto gemacht. Das haben die Säumer im Mittelalter auch schon gegessen. In diesem Hirsotto waren drin: Geschnittene Karotten, gemörserter Pfeffer, Lorbeerblätter, Hirse, geschnittene Zwiebeln. All das haben wir in einem Topf gemischt. Wir haben immer ein bisschen Wasser hineingetan, damit es nicht anhockt. Es hat uns Spass gemacht. Es war ein leckeres Essen.

Sophia und Jana

 

Die Fledermaus

Wir haben am Morgen eine Fledermaus gesehen. Sie ist wie eine Wahnsinnige hin und her geflogen. Dann hat Frau Tobler im Schlafzimmer das Fenster aufgemacht, und die Fledermaus ist weggeflogen.

Vanessa und Madison

 

Maultiere

Wir waren mit den Maultieren unterwegs auf alten Säumerwegen am Gotthard. Der Ältere ist 33, er heisst Zorro. Das jüngere Maultier ist 18 und heisst Pesche. Durchschnittlich werden Maultiere 30 Jahre alt, aber das darf Zorro nicht wissen!

Die Maultiere trugen früher 150kg-200kg, wir beluden sie aber nur mit je 80kg.

Zorro hatte plötzlich Dünnpfiff, weil er aufgeregt war.

Lenny und Nayla

Schule Inwil 2019