Dominique Heri - Der "Zivi" an unserer Schule 

 

 

Seit dem 27. August 2018 unterstützt Dominique Heri im Rahmen des Zivil­dienstes das Team der Schule Inwil. Je nach Wochentag begleitet er Klassen zum Schwimmunterricht, hilft beim Aufstellen von Sportgeräten oder greift dem Hauswartteam unter die Arme. Welche dieser Aufgaben er als Herausforderung ansieht und ob er nach den vielen Erlebnissen nun Lehrer werden möchte, erfahren Sie im untenstehenden Interview:

 

Wie bist du auf die Schule Inwil als Ort für deinen Zivildienst ge­stossen?

Der Militärdienst hat mich nicht angesprochen, so habe ich mich für den Zivildienst entschieden. Hier kann ich mehr profitieren. Ich wollte früher selber Lehrer werden und dachte mir, dass dies eine Möglichkeit ist, Einblick in eine Schule zu erhalten. Zudem schätze ich die Nähe zu meinem Wohnort. Die Schule Inwil hat mich sofort angesprochen – umso schöner, dass es geklappt hat.

 

Bist zu selber stets gerne zur Schule gegangen?

In die Primarschule schon (lacht). Die Oberstufe war cool, aber das Lernen für die Prüfungen war nicht so mein Ding. Allgemein prägen mich aber viele gute Erinnerungen aus meiner Schulzeit.

 

Gibt es hier manchmal Situationen, die dich überfordern?

Ja, ich glaube es sind die unvorherseh­baren Momente. Zum Beispiel, wenn ein Kind hinfällt und sich verletzt. Oft kommen auch alle Kinder gleichzeitig auf einen zu und ich weiss dann nicht genau wo ich hinschauen und anfan­gen soll.

 

Was gefällt dir an der Schule Inwil?

Sicherlich das Team. Alle sind sehr aufgeschlossen und zeigen immer wieder ihre Wertschätzung mir gegenüber. Es ist schön zu wissen, dass man gebraucht wird. Auch die Schülerinnen und Schüler erlebe ich als sehr offen und kommunikativ. Ebenfalls gefällt mir das Schulareal – ich komme gerne hier hin.

 

Wie nimmst du die Schule Inwil wahr?

Gut organisiert und strukturiert. Ich erhalte einen Tagesplan und weiss dann immer, wann ich wo eingeteilt bin. Ebenfalls gefallen mir die vielseitigen Angebote für die Kinder, wie z. B. der Znünimäärt oder die Pausenmilch. Auch die verschiedenen Ausflüge und Waldtage finde ich toll – den Kindern wird es nie langweilig.

 

Was hat dich während deiner Zeit hier bis jetzt am meisten über­rascht?

Wenn man die Schule und ihre Lehr­personen von aussen betrachtet, denkt man oft: «Ach, die kommen, unterrichten ihre Klasse und gehen dann gleich nach Hause. Und viele Ferien haben sie auch noch.» Ich glaube, dass viele Leute die Präsenz im Unterricht und die Vorbereitungszeit unterschätzen. Die Lehrpersonen arbeiten viel, auch vor und nach dem Unterricht.

Ebenfalls überraschte mich die nötige Flexibilität als Zivi. Ich muss mich immer wieder auf neue Klassen und neue Gesichter einstellen. Das macht jedoch alles sehr spannend und ab­wechslungsreich.

 

Und nun, Hand aufs Herz: Möchtest du immer noch Lehrer werden?

(Lacht wieder). Nein. Nicht, weil es mir nicht gefällt, sondern weil ich für mich eine andere Berufung gefunden habe.

 

Wie geht dein Weg nach dem Zivildienst weiter?

Ich bin auch während meiner Zeit im Zivildienst fest angestellt. Ich darf nach meinem Einsatz in der Schule Inwil wieder zurück zu meinem bishe­rigen Arbeitgeber gehen und werde dort weiterhin als Bauleiter arbeiten.

Lieber Dominique, wir danken dir für deinen tollen Einsatz und deine wertvolle Mithilfe hier an der Schule Inwil.

Aline Grosjean

Schule Inwil 2019